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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hat Darwin gedartet?



Loser
04.04.2006, 00:27
Diese Frage stelle sich eben, als ich machine82 meine Entschuldigung schrieb.
Und - Darwin... Dart win... - sooo weit liegt das doch gar nicht auseinander? Ein schlappes t...
Kennt sich jemand aus in der Historie des alten Evolutionsforschers? Hatta oder hatta nicht?

Meckerkopp
04.04.2006, 10:13
Hallo Looser!
Hier nun mal, nur so aus Spaß, mein erstes Kapitel aus meinem Buch, vielleicht war´s so, eher aber nicht!
Ich widme(?) dieses der Fleming!
Viel Spaß beim lesen! ( Die anderen Kapitel kommen dann nach ! )

Kapitel 1

Um das Ganze zu verstehen, was hier zu berichten ist, sollte man sich und die Zeit um einige hunderttausend Jahre zurück versetzen.
Alles ist zwar frei erfunden, aber es könnte sich so abgespielt haben. Vielleicht der Urschrei des Dartsport oder gequälte Langeweile auf´s Bull gebracht!

Name: Krky !
Clanführer einer 43köpfigen, vollbehaarten ( außer an den notwendigen Stellen ), fliehstirnigen, langarmigen, kurzbeinigen, gröliggrunzenden und extrem duftenden Sippe, die sich auf der Suche nach Nahrung durch die urzeitlichen Gegenden kämpft.

Um solch einen "Verein" bei Laune zu halten muß man sich schon einiges einfallen lassen oder man schickt diese einfach auf Jagd oder Beerensuche.

Der Begriff Sport war mit Gewissheit noch nicht erfunden, aber die Vielfalt des Tagesablaufes lies schon auf eine mittlere Olympiade nach heutigen Gesichtspunkten schließen. Wobei einige Disziplinen eher ungewollt und notgedrungen entstanden. Beispiele gefällig? Nu´gut:

Speerwurf:
Brauch´man eigentlich nicht näher zu definieren um klar zu stellen, wofür man dieses benötigt.
Der einzige Unterschied zwischen damals und heute ist die "Schwierigkeit".
Heute wird doch jedem Speersportler alles leicht gemacht. Er bekommt seinen Speer hergestellt und gebracht. Er weiß, daß er dieses Ding nur weit genug wegschmeißen muß. Dabei braucht er nicht unbedingt ein Ziel, er braucht nur ein grob vorgegebene Richtung und die Stelle, von der er aus abwerfen soll.

Schwieriger wäre es, wenn zum Beispiel der Weitenschiedsrichter getroffen werden müßte, dieser sich aber notgedrungen vom Acker machen will ! Desweiteren weiß man nicht, wann man diesen, wo und von wo treffen muß und möchte.
Mit diesen Schwierigkeiten mußte Krky umgehen lernen und dieses Wissen seinem Clan übermitteln, wobei die Sprache und die Gebärden mehr als einen Duden und einen Knigge gebraucht hätten.
Auch mußte er seine Wurfstange selbst aus Ästen herstellen, welches ihn immer besonders schmerzte, denn, wenn er sein laufendes Ziel mal verfehlte, war nicht nurdie Beute weg, sondern auch unter Umständen seine Selbstbastelwurfstange. ( Mist )
Dafür waren denn auch die Ziele, die man treffen wollte, eventuell größer, schneller und schmackhafter als ein Schiri.

Langlauf, Sprint:
Nun ja,wenn einem ein Säbelzahntiger an das flauschige Fell will, dann wird man unwahrscheinlich fix und fixer.
Schnell wird man automatisch, wenn man etwas jagd das einem schmackhaft den Abend verschönern könnte.
Aber so ein blödes Vieh bekommt man nicht über Kurz und muß es dann halt über Lang versuchen. Entweder es gibt auf und läßt sich nach einigen Kilometern freiwillig tot umfallen, oder man steht selbst nach einem ausgiebigen, ergebnislosen Dauerlauf reihernd hinter einem Baum und startet nach einer größeren Erholungsphase die Heimkehr, wobei man sich der nervenaufreibenden Schneckenjagd widmet. Mit Kräuterbutter auch nicht zu verachten, aber die gab´s ja da noch gar nicht, geschweige denn Schneckenbesteck. ( Diese Franzosen....! )

Heute rennt man mehr oder weniger in einer vorgeschriebenen Bahn oder Strecke, zigmal im Oval, bekommt am Ende ´ne Urkunde oder Pokal, oder nichts, aber auf jedenfall nichts zum Fressen. ( Direkt jedenfalls nicht! )

Weit - , Hochsprung:
Ungewollte Hindernisse traten damals ziemlich oft, schnell und mächtig auf. Nur mit dem feinen Unterschied zu heute, daß man mit einem Sprung, welcher Art auch immer, sich entweder das Leben rettet oder eines auslöscht.
Heute? Lachhaft! Nix isses mit Beute nach einem Sprung, noch rettet man sein Leben !
Man hüpft in eine Sandkiste, was damals im Notfall absolut tödlich gewesen wäre, oder man springt dreimal in die gleiche Kiste mit dem gleichen Erfolg, oder man quält sich mit einer Stange über eine voll absichtlich angebrachten Stange. Auf diese Idee wäre Krky nie und nimmer gekommen, eventuell würde er mit einer Stange einen Bach oder Ähnliches überwinden!

Aber, um nun den Übergang zum Thema zu bekommen, sollt hier noch erwähnt werden, daß so niedliche Disziplinen wie Steinweitwurf, Enthäuten und Ausnehmen, Frauenklauen, Feuermachen und primitives Wändebemalen gänzlich im olympischen Spieleprogramm fehlen. Schade eigentlich ! Aber dafür hat man heute, um die Langeweile zwischen den Spielen zu bekämpfen, mehrere Wettkämpfe unterschiedlicher Art gesetzt, sowie das Training. Damit wären wir auch schon wieder beim Punkt.

Krky saß also nun, da er von seinen 4 Frauen ausgiebig verwöhnt wurde, wobei Nr. 2 mit einer leichten Haarstreckmassage auf ihre steinfrauzeitlichen Aufgaben hingewiesen werden mußte, dumpf in der Ecke seiner vor zwei Sonnen entdeckten Höhle.
Es regnete.
Seine 15 Kleinjäger - und beerensammlerinnen planschtn im Matsch.
Er hatte Ruhe ! Obwohl es diesen Begriff damals wohl noch gar nicht gab, der der Langeweile ebenfalls noch nicht.

Er war verärgert !
Hatte er heute morgen, nach einer durchfrohrenen Nacht, nicht versucht, Rennfleisch zu erlegen? Hatte er nicht, nachdem er sich an der Toilettenwand der Höhle erleichtert hatte, seinen Wurfast genommen, war durch Unterholz und Lichtungen, Wald und Flur, Stock und Stein gelatscht und hielt Ausschau nach Rennfleisch? Erschnupperte und sah er dann nicht solches? Schlich er sich nicht an, mußte es dann verfolgen, nachdem er dies erblickte? Sprang, lief, hüpfte er nicht über alles, was sich ihm in den Weg stellte, legte? Warf er nicht in ausreichender Position seinen Wurfast, zielte er nicht genau, wie in den hunderten Malen zuvor? Flog der Ast nicht schön? Verpisste sich nicht dieses blöde Rennfleisch und verschwand im Dickicht, genau wie dieser bekloppte Ast ???? JJJaaaaaaa !!!!!

Und nu´sitzt er da, kalte Beerenpampe im Bauch, hatte Schmacht und Wut ! Nachdenken ! Rein technisch gesehen war dies, Nachdenken, möglich, aber wie verhielt sich das mit dem Körper?

Setzen wir das Günstigste voraus !
Krky hatte eine Idee !
Üben !
Wie, was, womit, worauf, wo?
Es regnet, also hier in der Höhle !
Werfen ! Genau, Werfen üben !
Wurfast holen !
Totes Reptil in eine Felsnische legen und druff !
Schei...... !
Wills´te ausholen, kugelste dir fast die Schulter aus, als das Ende des Wurfastes hinter dir gegen die Höhlenwand schmettert und zersplittert. So geht das nicht ! Entweder ist der Ast zu lang oder die Höhle zu kurz ! Problemlösung! !
Muß damals auch nicht so einfach gewesen sein, denn nach dem Krky versucht hatte, mit seiner Sippe in Gemeinschaftsarbeit und mit bloßen Händen, mit Stöcken und Steinen, Berge bzw. Höhlenwände zubewegen, brachen alle diesen Versuch nach 3 Sonnen ab und lagen erschöpft und hungrig, mit Aussicht auf eventuelle Besserung dieses Zustandes, in der Höhle rum.
So also nicht !
Das tote Reptil in der Felsnische wollte auch keiner anrühren, besonders wegen des sehr unangenehmen Geruchs, welches dieses verbreitete und den eigenen Körpergeruch bei weitem überstieg.

Also: Wurfast kürzen. In diesem Falle, diesen solange bearbeiten, bis dieser in die Höhle und in die Hand paßt.

Da nicht alle Stücke so aus dem Ast zu gebrauchen waren, entschloß Krky, ein Stück zu behalten, bzw. zu benutzen, welche ungefähr so dick war, wie der kleine Finger seines jüngsten Jungen und so lang, daß dieses Stück ungefähr von seiner Handtellerunterkante bis zur Zeigefingerspitze reichte. Dieses spitzte er an beiden Seiten durch Schleifen/Reiben auf rauhem Felsgrund, an.

Danach schleuderte er dies Richtung totes Reptil.

Und ab und zu traf er dieses, wobei sein Clan dieses Schauspiel der Versuche, von draußen, naß aber freudig, beobachtete.

Die Geburt des Urdart war vollbracht. Wer oder wann nun auf die hirnrissge Idee kam, Federn oder Ähnliches an einem Ende dieses Stockes anzubringen, um damit geradeaus werfen zu können, ist nicht genau gklärt, wird aber noch zu ergründen sein !

Auf jeden Fall kann man in etwa erahnen, warum dieses Sportspiel Dart heißen könnte:

DA ein totes R ep T il !

Loser
04.04.2006, 18:17
Wundervoll, einfach wundervoll!
Du hast es drauf, Meckerkopp. Eine sehr schöne Geschichte.
Und ich glaube, so ähnlich war es auch... ;)
Von der Flemingschen soll ich Dir liebe Grüße ausrichten. Sie smste, daß sie vor Rührung geweint hat.

Meckerkopp
04.04.2006, 18:19
Kommen doch moch 2 Kapitel! Wollte nur mal seh´n wie´s ankommt!

Meckerkopp
04.04.2006, 19:27
Kapitel 2


Nachgedanken über die Versuche von Krky und dessen Sippe, gerade Gegorenes, aus Langeweile Geborenes, aus erster Sicht Stupides in die sogenannte Tat umzusetzen.
Sonlange er sich damit nur selbst beschäftigte um seine, für ihn so eminent wichtige Zielsicherheit zu üben, gab´s eigentlich keine Probleme, außer das diese Mistdinger nicht immer dahin flogen, wohin er sie haben wollte. Desweiteren erwies sich das tote Reptil in der Felsnische vielleicht in den ersten 2 Tagen als nützlich. Spätestens dann aber trübte der etwas strenge Geruch den tränenunterlaufenen Blick. Genaues Zielen war nicht mehr unbedingt möglich. Des weiteren traute man sich auch nicht mehr so recht, sich diesem stinkendem Etwas zu nähern um seine Wurfhölzchen wieder zu holen.

Also, lange Astgabe, Geruchsbild entfernen und anfangen zu denken !
Hmmmmpf ??!!

Seine Alte, die draußen vor der Höhle damit beschäftigt war, Hinterkeulen von irgend welchen Urviechern zu zerkleinern, um irgendetwas Essbares zu zu bereiten, lies die zerplitterten Knochen achtlos vor der Höhle liegen.

Krky trat hervor und auch hinein !
Ab auf´n Rücken ....., Fuß hoch ....., brüllen ....., schreien ....., Fuß und Fremdkörper greifen ....., ziehen ....., schreien ....., heulen ..... und mit einem Ruck ist alles weg !

Dieses Schei.....teil, wie kommt es dort hin und in meinen Fuß, und weg dami.... HHHAAAAAALLLLLT !

Spitz, hart, scharf, mittelfingerlang und tut weh, wenn man danach und drauf tritt?
Treten also nich´, aber vielleicht werfen ?
Mal versuchen, aber wonach ?
Baum !!!
Schleuder, schleuder und mit viel Wucht und Wut !
Das Ding dreht sich um sich selbst wie irre, jagt durch die schwüle Luft und bleibt, oh Wunder, mit ziemlichen Surren und Zittern wirklich in der Rinde des Baumes stecken !

Luftsprung, Freude, Landung und ....aaaaaaaaaaaaahhhh..... immer noch Fuß kaputt !

Nun gut, das klappt, aber so´n ganzer Baum als Ziel ist ein bischen ungenau oder doch zu einfach.
Mit ´nem Stein ein Loch in der Höhe seiner Nasenspitze in die Rinde kloppen, zwei Sätze auf einem Bein vom Baum entfernen, diese Stelle markieren, am besten einen Stock dort platzieren und los geht´s.

Nach einigen Stunden der Übung, nach heftigem Kopf - und anderer Körperteileschütteln seiner Sippe, unter deren sachkundigen Augen diese Geschehnisse ihren Lauf nahmen, kam er doch dahinter, wie er seine " Knochen " benutzen mußte um einen gewissen Erfolg zu erzielen.


Der genaue Betrachter und Könner an der Scheibe wird schon erkannt haben, um welche einschneidende Erfahrung hier die Menschheit reicher geworden ist !

Ob die Maßeinteilung des genauen Hängepunktes nun in Inch oder Feed oder Zentimeter oder Meter gemessen werden muß oder nicht oder was, ist total irrelevant !
Einige Regelbücher müßten wie folgt richtiger weise geändert werden:
Mittelpunkt des Lochs, des Baumes, welches sinnbildlich den Mittelpunkt, das Bullseye der heutigen Dartscheibe entspricht, nur in diesem Falle ein bischen größer war als es heute der Fall ist, unter Berücksichtigung der Schnittiefe und dem Wachstum des Baumes, bei entsprechender Beachtung des Nichtwachstums und der Standhaftigkeit einer Wand, auf der sich keine brökelnde Rinde befindet, ist:
NASENSPITZE X KRKY = MITTE !

Desweiteren muß festgehalten werden:
Ob Hockey oder Oche, beides entspricht zwar den heutigen Bestimmungen, bzw. Beschreibungen, es entspricht aber nicht der Urfassung, eventuell nur im zweiten Fall, welches dem Geräusch entspricht, wenn man gegen einen Stock tritt ! Barfuß !
Aber dies soll jetzt nicht davon ablenken, um was es hier im wesentlichen geht:
Maße !!!
Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, welch feinsinniges Gefühl Krky entwickelt hat, um sein "Loch" präzise an zu bringen. Nasenhoch ! Also nicht zu hoch, und zwei Einbeinsprünge entfernt, weil....., weiter reichte seine Kondition nicht !
Die Schmerzen schon !
Das ergibt dann folgende Entfernungsformel:

KAPUTTER FUß X 2 GESUNDEREINBEINSPRUNG = Baum/Wand - Entfernung.

Man bedenke, wie viele neue Darter man für diesen Sport begeistern könnte, wenn die lästigen Fragen entfallen würden, wie hoch und wie weit eine Scheibe zu hängen hat.
Wenn man sich in lockerer Runde vor jedem Spiel einen auskucken würde, der einigermaßen gerade gebaut ist, der dann seinen mitgebrachten Stock dort hinlegt, wo er nach zwei Einbeinsprüngen von der Wand aus gelandet ist, den Schraubenzieher da ansetzt, wo im geraden Stand seine Nasenspitze die Wand berührt, die Scheibe angebracht wird und...... los geht´s, würde dies von vorn herein dieses vom Regelwerk Erzwungene entschärfen und die eigene Kreativität fördern.

Lasst Euch überaschen, wie Spiele entstanden und zwanglose Regeln mit Keulen und Essensresten ausdiskutiert, aufgestellt, bzw. umgehauen werden.
Die ersten TC´s tauchen auf, Rindenmakierer und Fleischgeber !

Das läßt tief blicken und wird Euch die Augen vor weiteren Tatsachen öffnen !

Meckerkopp
04.04.2006, 21:37
Kapitel 3

Man stelle sich nun mal vor und läßt dies vor seinem geistigen Auge erscheinen, wie ein fußverletzter, unrasierter, langmähniger, mit Fell bespannter Urmensch ( Vergleiche mit heute Lebenden sind nicht beabsichtigt ) namens Krky, Knochensplitter in rindenbeschädigte Bäume zu schmettern versucht ! ...... na ?
Nun gut, er hatte sich ja was dabei gedacht !

Erwartet hatte er jedoch nicht die Resonanz, die sein Tun hervor rief.
Der Rest der Sippe verstand zwar nicht, was er da machte, aber man wollte dies auch versuchen. Es konnte ja nicht sein, daß nur einer, auch wenn er der Rudelführer war, versuchte, Knochensplitter in Bäume zu schmeißen, diese dann, wenn auch nicht immer, zu treffen, die Splitter wieder heraus zu zieh´n und den Vorgang von vorne zu wiederholen.

Man wollte auch mal !

Unsicher näherte man sich im lockeren Haufen Krky.
Ungeschickt tippte man ihn an, um auch mal den Knochensplitter zu bekommen.
Man hatte nicht mit Krky´s Reaktion gerechnet.
Wie eine Mutter ihr Neugeborenes drückte er seinen Splitter mit der Linken an seine Brust und vollführte mit der Rechten Abwehrbewegungen, die er mit wilden Schreien bis hin zum Heulen, begleitete.

Was´n nu´los ?

Krky: ( " Soll´n die doch seh´n, wo sie ihren eigenen Splitter her bekommen. Das ist jedenfalls meiner ! Und mein Baum, und mein Stock, und mein Üben ! " )

Sippe: ( " Der soll sich nich´so aufbläh´n, der Tyrannoarsch ! Nur weil er Boss ist braucht er hier nicht das Reptil raushängen lassen. Machen wir eben unsere eigenen Splitter und suchen uns unseren eigenen Baum und versuchen diesen zu treffen. Mal seh´n, wer das am Ende am besten kann ! " )

Gedacht, gemacht !
Alles schwirrte aus um Essensreste nach Knochensplittern zu durchwühlen, egal, wie alt und wo diese lagen !
Einige Zeit verging, als die weiblichen Lebewesen dieser Sippe die sogenannte Schnauze voll hatten, weil sie nicht einsahen, in dem Abfall, für den sie im Grunde genommen verantwortlich waren, rum zu wühlen, um etwas zum wegwerfen zu finden, welches so wie so schon weggeworfen wurde.
Die Kerle haben aber auch Ideen, nur weil dieser durchgeknallte Krky irgend etwas machte, was keinen Sinn ergab, müssen wir dies doch nicht auch machen.
Aber typisch Kerl !
Einer schmeißt Knochen gegen Bäume und die anderen woll´n datt dann auch !
Tsze !

Aber die Sippenkerle hatten ein Ziel: Knochensplitter herstellen und so zubereiten wie Krky dies hatte.
Dann kam das zweite Ziel !
Geeigneten Baum suchen zum Loch reinschlagen !
Jau, und dann kam das dritte Ziel, welches man schnell wieder strich ! Nämlich : Krky zu bitten, daß er seine Nase und seine beiden Einbeinsprünge zur Verfügung stellt um ein einheitliches Maß zu haben.

Man behalf sich selbst, wobei aber die Blicke über die Schulter zu der schon vorhandenen <<< Anlage >>> nicht fehlen durften, um ja keinen Fehler zu machen.
Nun ging´s los !
Nach dem der erste Urdarter seinen Knochen in Richtung Baum warf, losrannte um diesen wieder zu erhalten, ob getroffen oder nu´nich´, stürmte der nächste auch schon zum bereit liegenden Stock, schmiß seinen Splitter, um im nächsten Moment fest zu stellen, daß man doch erst warten sollte, bis der erste Werfer die Wurfrichtung verlassen hat.

Schon gab´s den ersten Zoff, die Splitter wurden gegen Keulen getauscht, die Weibchen liefen schreiend in den Wald und Krky lachte sich kaputt !

Hierbei entwickelte man ungewollt und unbewußt auch die ersten Trikotmuster !

Nachdem man zu müde wurde um weiter zu kloppen, wartete man ab, bis der Staub sich gelegt hatte, der den Blick auf den Zielbaum arg trübte.

Die Weibchen waren wieder zurück, die Stimmung einigermaßen wieder hergestellt und Krky war sauer, daß sich keiner um ihn kümmerte !

Nun war man einsichtig und warf schön nach einander, um ja niemanden zu verletzen. Mit mehr oder weniger Erfolg wurde nach einiger Zeit so viel Geschick entwickelt, daß man das geschlagene Rindenloch traf, oder zumindestens den Baum.
Nun war es an Krky, unauffällig über die Schulter zu schauen.

( " Man, die sind ja gar nicht so schlecht, zwar nicht so gut wie ich,....aber nicht schlecht ! " )

Tja, und dann kam ihm die Idee, die noch in jahrmillionen Jahren, dem heutigen Darter seine Daseinsberechtigung gibt !

Wie wär´s, wenn ich jetzt rüber gehe und diesen Gürteltieren mal zeige, wie dies geht. Vielleicht werfen wir ja auch mal gegeneinander !?

Er ging rüber !
Er wollte ihnen zeigen, wie dies geht !
Man lehnte nicht ab, um es diesem Mammutpups zu zeigen !
Man ging dazu über, untereinander, gegeneinander zu werfen !

Direkte Regeln gab´s noch nicht, nur wer das Rindenloch traf, war der Urige !
Zeitlimit gab´s auch nicht, also stellte man schnell fest, daß dieses im Dunkeln nicht ging !
Was weiterhin ging war jetzt schon die Fesstellung, daß dieses Spiel die Zeit vertreibt, gut für die Wurfhand des täglichen Lebens ist und nichts für die Weibchen darstellte ! Dies wiederum schloß man aus der Tatsache, daß man diese bei diesem Spektakel total vergaß, welches Männchen auch dann in der Höhle zu spüren bekam: Kaltes Fleisch und VERMEHRUNGSVERWEIGERUNG !

Es war voll dunkel. Man lag voll zufrieden im Fell und träumte voll von diesem Zeitvertreib, und davon, daß man der Beste war, daß man ja nicht seinen Splitter in die Finger nehmen solle und die Weibchen sich ungefährlicheren Sachen zuwenden sollten: Dem Beerensammeln !

Aber irgendetwas stimmte noch nicht so recht !
Immer wenn man den Baum verfehlte, mußte man urig lange suchen um seinen Splitter wieder zu finden oder einen neuen herstellen.
Man müßte direkt mehrere Splitter zur Verfügung haben.
Desweiteren müßte ein Sippenmitglied neutral sein, der die Treffer mitzählen würde, da Krky bestimmt ein -, zweimal beschissen hat !

Und die Weibchen sollten seh´n, daß, wenn die Sonne sinkt, Fleisch mit Beeren auf dem Boden liegt !

Welch ein schöner Traum !


JETZT, WO ICH DIES HIER ALLES GESCHRIEBEN HABE, KOMMT MIR DOCH EINIGES SO ZIEMLICH BEKANNT VOR! IST MIR VORHER NOCH NIE SO BEWUßT GEWESEN! IST ABER AUCH SCHON EINE WEILE HER, ALS ICH DIESES VERFAßT HABE UND ICH WILL HOFFEN, IHR HABT EIN BISCHEN SPAß GEHABT!
SO`N BUCH HAT JA NOCHMEHR KAPITEL !!!

Loser
04.04.2006, 22:17
Wie sagt Bill Cosby am Ende des Cowby-Show-Vorspanns:
"Das war die mit Abstand beste Fahrstuhlmusik, die ich jemals gehört habe."

Und dieses wende ich auf Deine seeeehr gelungene Abfassung an.
Fühl dich ganz doll gebauchpinselt und schultergeklopft!
Ich werds mir noch ein paarmal durchlesen.
Und pass auf, daß Du Dir die Film- und TV-Rechte sicherst. Vom Buch ganz zu schweigen!

DcFalken2002II
05.04.2006, 10:49
immer wieder schön zulesen, mehr davon :D

Meckerkopp
05.04.2006, 19:42
Entschuldigt bitte, daß ich noch mal störe! Aber habe gerade nochmal meine Diskette durchgegrast und ein4. Kapitel entdeckt! Tja, man wird älter, daß Geschreibsel liegt schon eine Weile zurück, aber ich will Euch dies nicht vorenthalten!

Kapitel 4


Nachdem man sich nun einige Sonnen mit diesem weibchenuntauglichen Zeitvertreib auseinander gesetzt hatte, kam Langeweile auf.
Nicht unbedingt, daß dadurch die Zielgenauigkeit beim Jagen zunahm.
Auch nicht sicher, daß man überhaupt in den letzten paar Tage auf der Jagd war, da man bei dieser Beschäftigung Zeit und Raum vergaß, und man wieder bei der Beerenpampe angelangte, welches die Weibchen rührenderweise liebevoll ihren Männchen vor die Füße warfen.

Mittlerweile stellte sich auch raus, wer der geschicktere Werfer von allen war und dabei spielte wohl die Vorreiterrolle und die größere und längere Erfahrung eine gewichtige Rolle: Krky !!!

Aber immer nur gegen die Gleichen/Selben zu werfen brachte keinen Anreiz mehr.

Das allgemeine ganzkörperliche Trikotentwerfen machten sie auch früher schon, dafür brauchten sie keinen Knochen gegen einen Baum zu schmeißen, und daran hatten sie auch ohne Grund mächtig Spaß.

Zu alledem spielte sich Krky immer mehr als "Totaler Chef" ( TC ) auf, der er so wie so schon war. Keiner hatte mehr Lust, mit diesem "Trotteligen Charakter" ( TC ) Knochenwerfen zu üben. Wobei er sich wieder und wieder zum "Tobenden Clown" ( TC ) machte.

Dieses Knochenwerfen hatte keine Zukunft ! Wie auch, wenn selbst die Weibchen sich nicht dafür begeistern könnten ?


BLENDEN WIR IN`S JAHR 2000

Heerscharen, von einem unbekannten Geist gesteuert, irren, fahrend, durch ein Land, daß ihre Vorfahren urbar bzw. befahrbar gemacht haben.
Und dies nicht Wochentags, wo man Abends ein bischen Zerstreuung nötig hätte, nein, am Wochenende, um sich dieses mehr oder weniger zu versauen.
Ganze Rudel schwirren buntbehemd in fremde Kneipen, um dünne Dinger mit lustigem Plastik hintendran, gekonnt oder auch nicht, mit Verrenkungen aller Art, mit Zunge raus oder Kippe im Mundwinkel, gegen farbige, runde, mit Draht verzierte Haar - oder Faserscheiben zu schleudern.
DAs Ganze dreimal.
Und dann rennen sie auch noch los, um diese Dinger wieder aus den Scheiben zu ziehen und den oben beschriebenen Vorgang so lange zu wiederholen, bis irgend jemand, irgendwie, auf irgend welche Art und Weise gewonnen oder verloren hat, oder beides.
Danach müsen sie dann noch ihren all zu hohen "Deckel" bezahlen und begeben sich des Nachts auf den all zu beschwerlichen Heimweg, um dort angelangt, hundemüde und mehr oder weniger befriedigt oder unbefriedigt in´s heimelige Bett zu fallen, und um dann nur noch zu denken, bevor man dahingerafft wird:

WARUM MACH`ICH DAS ÜBERHAUPT, UND WARUM HINDERT MICH KEINER DARAN ?

Manchmal trifft sich dieser lustigen Haufen auch mit vielen, vielen anderen lustigen Haufen in großen Städten, in großen Hallen, um große Veranstaltungen durch zu führen und das auch noch das ganze Wochenende durch !
Montag ist weit !

Und sie machen alle,...... wirklich alle, immer nur das Gleiche: Sie werfen etwas weg um es anschließend wieder zu holen um es wieder weg zu schmeißen, usw., usw., usw. !

Dann gibt´s da aber noch welche, die genauso drauf sind, wie die da oben Beschriebenen.
Nur bei denen geht´s noch komischer zu.
Da gibt´s sogar tolle Geräusche, wenn die ihre Dinger in Kästen schmeißen um sie wieder etc., etc.,etc. !
Da gehen sogar die Lichter an und aus, wenn irgendwas Wichtiges passiert ist !
Oben leuchten Zahlen !
Wenn das Spiel zu ende ist laufen diese Zahlen sogar in der richtigen Reihenfolge durch die Anzeige !
Toll !!!
Man muß auch sonderbarerweise immer kleine Münzen dabei haben, sonst kann man an diesen Kästen nicht spielen.
Doof !!!
Bei den anderen steht auch immer ein Typ neben dieser Scheibe und beschriftet Tafeln mit Zahlen. Bei denen hier ist man allein, einsam, muß gegen einen bösen, bösen Gegner ganz alleine spielen. Und dann klingelt dieser Kasten auch noch dazu, wenn bei dem die Lichter an und ausgehen. Und Münzen hat man jetzt auch nicht mehr, genauso wenig wie Lust !

So gesehen haben die ganz oben es schöner. Keine Einsamkeit gegen eine drohende Übermacht. Kein Gebimmel und Gebammel von ´nem Kasten mit Wackelkontakt, sondern Ruhe und Beschaulichkeit, Konzentration und ´nen Typ der für diese Zahlen auf Tafeln schreibt. Und Münzen brauchen die auch nich´!

Und das Ganze nennt sich jetzt wirklich Dart !!!
Ist mittlerweile eine anerkannte Sportart und soll aus England stammen !

Gut !
Wenn man die ersten Kapitel hier darüber gelesen hat, kann man sich diesen Umstand, gerade in Bezug auf die Herstellung von Nahrung, gut vorstellen !

Und das mit dem anerkannten Sport ist gleich zu setzen mit Schach und Billard usw. !

Gut !
Beim Schach schmeißt man nichts weg, außer gegnerische Figuren die einem im Weg standen !
Außerdem sitzt man und denkt, vorn über gebeugt, über ein doppelfarbiges Brett mit lustigen Figuren, wie man den Gegner fertig machen kann !

Und beim Billard rennt man bewaffnet, mit einem sich zuspitzenden Stock um einen Tisch herum, um mit diesem Stock auf Kugeln, manchmal auch bunten, ein zu stoßen um diese gegeneinader zu bewegen oder in Löcher verschwinden zu lassen, die sich an den Ecken des Tisches und in dessen Mitte gegenüberliegend befinden ! Nur, um, wenn alle Kugeln versenkt sind, seinen Gegner fertig zu machen !

Tja, und beim Dart ?
Da steht man aufrecht !
Hat sein Ziel gerade vor den Augen !
Man hat eine klare Standortbeschreibung ohne wirr durch die Gegend zu rennen oder dumm an einem Tisch herum zu sitzen !
Man hat drei Sportwerkzeuge, die man liebevoll in der Hand hält und pflegt und zielstrebig von sich fortbewegen muß, und sie danach wieder einholt, damit sie nicht verloren gehen !
Man respektiert hier den Gegner und gönnt ihm jede getroffene hohe Punktzahl und eventuellen Sieg !
Man will ihn nicht fertig machen, so wie in anderen Sportarten !
Man schaut ihm vor jedem Spiel in die Augen und wünscht ihm ein gutes Spiel !
Man schaut ihm nach jedem Spiel in die Augen und gratuliert oder bedankt sich für ein schönes Spiel !

UND MAN HAßT IHN !!!

Warrior
05.04.2006, 19:54
Sehr schön!

Was bist Du denn von Beruf? Fachbuchautor? DAnn warte ich schon sehnsüchtig über das erste anständige Buch zum Dartsport... ;)

Loser
05.04.2006, 20:28
Sehr schön!

Was bist Du denn von Beruf? Fachbuchautor? DAnn warte ich schon sehnsüchtig über das erste anständige Buch zum Dartsport... ;)

Wie :confused: Gibts auch unanständige :eek: Mit Bildern :D
Ansage mir frisch!

Meckerkopp
06.04.2006, 08:18
Sehr schön!

Was bist Du denn von Beruf? Fachbuchautor? DAnn warte ich schon sehnsüchtig über das erste anständige Buch zum Dartsport... ;)


Bin Maschinenschlosser, und das mit dem Fachbuch..... naja, sind ja noch´n paar andere Kapitel und Themen da.....aber ich hoffe, Dir hat´s trotzdem Spaß gemacht...., nur dafür war´s gedacht!

Meckerkopp
06.04.2006, 08:26
Sehr schön!

Was bist Du denn von Beruf? Fachbuchautor? DAnn warte ich schon sehnsüchtig über das erste anständige Buch zum Dartsport... ;)

Ach so, nochwas, von wegen "anständig"! Hab´ich was unanständiges geschrieben? Man muß ja nicht unbedingt zum lächeln in den Keller gehen! Möchte mich dann jetzt schon mal bei Dir entschuldigen, daß ich Dich gezwungen habe dies zu lesen! Tut mir leid, aber, wird wohl wieder vorkommen! :-)

Dumpfbacke
07.04.2006, 14:35
Mein Gott, Meckerkopp,
das, was du uns hier hast lesen lassen ist Dartliteratur
vom Allerfeinsten.

Ich bin begeistert, das du solche Zeilen, abgespeichert auf deiner Festplatte, von dir, vor wer weiss nicht wie langer Zeit niedergeschrieben und nun aus dem scheinbar fast Vergessenem wieder ans Tageslicht gebracht und sie einem kleinen aber erlauchtem Kreis von Dartjüngern offenbart hast.
Jezt ist mir auch bewusst, woher dieses leichte Kribbeln kommt, wenn ich einen Dartpfeil in die Hand nehme, das Ziel auf dem Dartboard fixiere und mit einem leisen, fast unhörbaren Schrei den Pfeil aus meiner Hand gleiten lasse - bis dieser seinen Bestimmingspunkt erreicht hat.

Viele, bislang unbeantwortete Fragen hast du mir mit deinen Zeilen beantwortet:
Woher komm ich - wer bin ich - wohin geh ich.

Genial.

Danke, vielen Dank.

Gruss Peter

P.S.: Ich baue meine Dartanlage jetzt in eine Art Tempel der Vergangenheit, mit Bildern aus prähistorischen Jagdzenen um.

Warrior
07.04.2006, 14:56
Na ja, mit anständig meinete ich etwas literarisches mit Dart und nicht diese Bücher, die sich immer als Spielesammlung mit Grundregeln und den Anfängen des Dartes zu erkennen geben...

Loser
07.04.2006, 15:24
ach sooooo ;)

Meckerkopp
07.04.2006, 18:00
Na ja, mit anständig meinete ich etwas literarisches mit Dart und nicht diese Bücher, die sich immer als Spielesammlung mit Grundregeln und den Anfängen des Dartes zu erkennen geben...

AAAAAAAAAAAlso:
Ich habe weder ein Fachdartbuch geschrieben, noch ein Regelwerkbuch mit den Anfängen des Dartsport noch´n literarischen Nobelpreis!
Ich habe nur mal die ersten 4 Kapitel meines Buches hier veröffentlicht und Dart muß ja nu´irgendwann mal angefangen haben!
Ich erheben nicht den Anspruch der Richtigkeit!
Dies ist meinen kleinen bis großen Windungen meines fast 50jährigen Gehirns entsprungen und da sprang noch mehr!
Wer nun wie Du literarisches mit Dart erwartet, ist da eigentlich bei mir ganz richtig!
Aber bitte bedenke, hier ist off-topic, und ich wollte einfach mal nur den Thread beantworten, mit einem Zwinkern im Auge!

Überdies: es gibt mittlerweile soviele Darter die Bücher geschrieben haben, Dartfachbücher gibt es zu Hauf!
Bei mir ist alles eben ein bischen durchgeknallt und dazu stehe ich!
Also, bitte, bitte, vergraul mir nicht den Spaß dran.............äh........geht ja sowieso nicht, denn mein Buch ist ja schon fertig und ich arbeite gerade an meinem zweiten!
Wäre vielleicht mal interessant für mich, einen Verlag zu finden!
Habe schon viele versucht und selber vorfinanzieren is´nu´mal nicht drin!
Naja, hauptsache ich hab´Spaß dran!
Tüssi, und Worrior, alter Krieger, bei jedem Krieg hat immer einer drüber gelacht, schwarzer Umhang, Sense und so!
Und Lachen ist bekanntlich die netteste Art seinem Gegner die Zähne zu zeigen!